Energieeffizient planen

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Energieeffizient bauen – mit energieeffizienten Küchenhelfern gelingt die optimale Planung.

Die Küchenspezialisten werden häufig gefragt, welche Rolle eine energieeffiziente Küche bei der Planung eines Hauses spielt. Viele Planer denken immer noch energieeffizientes Bauen beinhaltet vor allem eine gute Dämmung, ein modernes Heizsystem mit Wärmerückgewinnung, Nutzwasserverwertung und Einspeicherung der Sonnenenergie. Das stimmt sicherlich, dabei darf man aber nicht die Geräte des täglichen Lebens, und das sind nun mal all die Helfer in der Küche, in der Planung zu vergessen. Wir empfehlen daher auch, bereits in der Planung ein Augenmerk auf energieeffiziente Küchengeräte, vor allem Kühlschrank, Geschirrspüler und den Herd zu legen.

Damit Sie das Beste aus Ihrem Budget rausholen, stellen wir Ihnen hier die wesentlichen Punkte vor.

Energieeffizient planen in allen Bereichen lohnt sich!

Man baut nur ein Haus im Leben, sagt der Volksmund, deswegen will die eigene Immobilie gut geplant sein. Es wesentlich, das vorhandene Budget optimal einzusetzen. Ein Punkt, den viele übersehen, sind die laufenden Kosten, vor allem Energiekosten, die Monat für Monat auflaufen.

Hier bedeuten schon kleine Veränderungen große Effekte, rechnet man diese auf 10-20 Jahre hoch. Aus diesem Grund sollte die Energieeffizienz an erster Stelle stehen und bei der Planung immer die langfristige Komponente im Fokus liegen. Stellen Sie sich einmal kritisch die Frage: „Wenn ich heute 1.000 Euro mehr in die Ausstattung meines Hauses stecke, damit aber 10,– Euro im Monat an Energiekosten spare, lohnt sich das?“ Die Antwort ist, ja, denn mit dieser Investition sparen Sie nicht nur 1.200 Euro auf eine Laufzeit von 10 Jahren gerechnet, Sie erhöhen damit auch die Qualität der Immobilie und damit Ihre eigene Lebensqualität.

Richtig sparen heißt also, richtig investieren. Das gilt für den Bau selbst, ebenso wie für die neuen Geräte darin. Der Gesetzgeber definiert zudem gesetzliche Mindeststandards für Neubauten an denen kein Bauherr vorbeikommt. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus ist heute beispielsweise ein Energieverbrauch von 50 bis 60 Kilowatt pro Quadratmeter im Jahr für Heizung und Warmwasser gerade noch zugelassen.

Dabei könnte man es belassen. Aber die Gründe, warum Sie mehr investieren sollten als notwendig, um auf noch bessere Werte zu kommen, sprechen für sich:

  • Langfristig lässt sich dadurch bares Geld sparen, weil man nicht so viel für Energie ausgeben muss.
  • Nachhaltigkeit wird belohnt: Es gibt günstige KFW-Kredite und Tilgungszuschüsse für energieeffizientes Bauen
  • Ein Haus, das heute nur die Mindeststandards erfüllt, ist morgen bautechnisch schon veraltet. Dies drückt auch den Wert der Immobilie. Dies würde sich bei einem Verkauf oder bei einer Vermietung bemerkbar machen – auch wenn Sie daran vielleicht jetzt noch nicht denken.

Nachhaltigkeit leben durch energiesparende Küchengeräte

Die schützende Hülle und ein sparsames, klimafreundliches Heizsystem sind der erste Schritt. Der nächste folgt bei der Ausstattung. Die Küche bildet dabei meist das Herzstück der neuen Behausung.

Die Küchenspezialisten wissen, dass für viele Bauherrinnen und -herren beim Hausbau auch der Traum von der eigenen Wunschküche in der Erfüllung geht. Schritt 1 ist die Planung des optimalen Grundrisses mit allen wichtigen Anschlüssen. Steht  die Küchenform einmal fest, geht es an die Details:

  • Küchenfronten und Küchenarbeitsplatte sind Ausdruck des Wohndesigns, Küchenspülen und Küchenarmaturen runden das Profil der Küche ab und bilden, klug gewählt, einen weiteren Baustein hinsichtlich Nachhaltigkeit, zum Beispiel durch natürliche Materialien, wie bei Keramikspülen von SystemCeram bzw. durch ihre Langlebigkeit.
  • Nahtlos daran anschließend folgt die Auswahl der Küchenelektrogeräte.  Auch hier ist es sinnvoll, langfristig zu denken: Energieeffiziente Küchengeräte mögen in der Anschaffung etwas teurer sein. Besonders bei solchen, die rund um die Uhr laufen. Bei Kühlschrank oder Kühl-Gefrierkombination macht sich der Verbrauch schnell bemerkbar. Strom sparen heißt hier Geld sparen. Bei Spülmaschinen und Waschmaschinen im Hauswirtschaftsraum kommt dazu, dass moderne Geräte auch weniger Wasser benötigen.
  • Hersteller von Elektrogeräten wie AEG, Bosch, Miele, Siemens oder Samsung, bedienen mit modernsten Technologien die Wünsche moderner Baufamilien beim Thema Smart Home. Mittels App lassen sich die Elektrogeräte ansteuern und informieren, u. a. darüber, wenn die Kühlschranktür nicht richtig geschlossen ist oder den aktuellen Energieverbrauch des Gerätes. „Smart Home“ bzw. „Smart Kitchen“ ist somit ein einfach zu integrierender Teil des Energie- und Nachhaltigkeitskonzeptes beim Hausbau.

Das Energielabel - Orientierung für Verbraucher

Um Sie in der Planung zu unterstützen, wurde vor gut 20 Jahren von der EU das Energielabel geschaffen, auch mit dem Ziel Hersteller zu motivieren, energieeffizientere Produkte herzustellen. Das war so erfolgreich, dass mittlerweile neue Effizienzklassen geschaffen werden mussten. Die alte Klasse „A“, vor 20 Jahren noch der Bestwert in Bezug auf ein fiktives Referenzgerät, ist dies längst nicht mehr. Die Geräteklassen haben sich allerdings unterschiedlich entwickelt. Für neue Geräte gelten außerdem immer schärfere Mindeststandards, sodass „schlechtere“ Energieeffizienzklassen im Handel gar nicht mehr auftauchen.

  • Waschmaschinen: A+++ bis A+
  • Wäschetrockner: A+++ bis D
  • Kühlschrank: A+++ bis G
  • Geschirrspüler: A+++ bis D
  • Backöfen: A+++ bis D
  • Lampen: A++ bis E
  • Dunsthaube: A+++ bis D

Da die erweiterten Effizienzklassen für den Verbraucher sehr unübersichtlich sind, steht eine Reform bevor. Ab März 2021 werden neue Standards definiert. Dann geht es zurück zu den Klassen A bis G. Überarbeitete Piktogramme und ein QR-Code bieten noch mehr Informationen über Leistung und Verbrauch.

Die Empfehlung der Küchenspezialisten: Diese Kriterien sollten Sie beim Kauf von Elektrogeräten einbeziehen

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Kühlschränke und Gefrierschränke

Das wohl wichtigste Gerät in der Küche ist der Kühlschrank, bzw. Die Kombination aus Kühl- und Gefrierschrank. Die Haltbarkeit frischer Lebensmittel wäre ohne diese Küchenhelfer nicht gewährleistet. Da sie aber auch ständig im Einsatz sind, lohnt es sich besonders auf den Energieverbrauch zu achten und der höchsten Energieklasse den Vorzug zu geben. Auch sollten Sie darauf achten, dass das Volumen der Kühl- und Gefrierelemente der im Haushalt lebenden Personen entspricht. Interessant ist auch ein Kühlschrank mit Nullgrad-Fach in dem sich Gemüse länger frisch hält.

Backofen

Laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz beträgt der Energieverbrauch für Kochen und Backen in einem Zweipersonenhaushalt heute ca. 10% des Gesamtverbrauchs. Achten Sie auch hier auf Geräte mit guter Effizienzklasse. Etwas teurer, aber nach unserer Meinung auch besser: Elektrobacköfen mit dreifacher Verglasung, die mit der besten Isolierung für den niedrigsten Energieverbrauch sorgt. Beim Thema Kochfeld bringt ein Induktionskochfeld die größte Energieeffizienz mit. Ist dies wegen eines Herzschrittmachers für Sie nicht möglich, achten Sie bitte darauf, ein energiesparenden Ceranfeld mit Glaskeramik einzusetzen.

Geschirrspüler

Um mit der Spülmaschine Energie zu sparen, sollten Sie bei der Energieeffizienzklasse auf den Jahresstromverbrauch (Angabe auf Basis von 280 Spülgängen/Jahr) achten. Hier spielt die Angabe der Maßgedecke (z. B. mehr als 12 Maßgedecke für Mehrpersonenhaushalte) eine Rolle. Die modernen, energiesparendsten Geräte bieten neben einem ohnehin schon niedrigen Wasserverbrauch, intelligente Programme wie Kurz- oder Sparprogramme, sollte Ihre Spülmaschine nicht vollständig beladen sein. Die Trockenwirkung und die Geräuschentwicklung sind ebenfalls Kriterien, die Sie beim Kauf des Geschirrspülers prüfen sollten. Vor allem letzteres ist bei Wohnküchen und den zunehmend fließenden Übergängen von Küche und Wohnraum von erheblicher Bedeutung.

Ihr Küchenspezialisten Tipp: Sie fragen sich was ein Maßgedeck ist? Wir verraten es Ihnen. Die für die Beladekapazität eines Geschirrspülers relevante Einheit ist sogar nach DIN EN 50242 genormt und umfasst insgesamt folgende elf Teile: Je einen flachen Essteller, eine Untertasse, Dessertteller, einen tiefen Suppenteller, ein Trinkglas, eine Tasse sowie ein Messer, eine Gabel, einen Suppen-, Tee- und Dessertlöffel.

Energieeffizient bauen – so geht es

Der wichtigste Punkt ist die Dämmung von Wand und Dach. So bleibt möglichst viel Wärme im Haus. Gute Fenster halten dicht und sind keine Wärmebrücken. Moderne Heizsysteme sind effizienter als alte Öfen. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung verhindern, dass Heizungsenergie im Winter „zum Fenster hinaus gejagt“ wird. Solarthermie und Photovoltaik mit Batteriespeichersystemen decken autark zumindest einen Teil Ihres Energiebedarfs. Mit Smart-Home-Systemen kann der Verbrauch noch optimiert werden.

Zwei Werte kennzeichnen die Energieeffizienz eines Gebäudes:

  • Transmissionswärmeverlust: Er beschreibt, wie viel Wärme durch die Außenwand verloren geht.
  • Primärenergiebedarf: Er benennt den Verbrauch an Energie für Heizung, Lüftung und Warmwasser inklusive der Prozesse, die nötig sind, damit die Energie überhaupt ins Haus gelangt.

Voraussetzung für die KFW-Förderung ist, dass die geplante Immobilie in diesen beiden Punkten deutlich besser ist als ein fiktives Referenzhaus gleicher Größe und Lage mit Mindeststandards. Es ist ein Kredit bis zu 120.000 Euro möglich. Die Tilgungszuschüsse hängen davon ab, für welche Variante eines KFW-Effizienzhauses (55, 40 oder 40 Plus) man sich entscheidet. Sie betragen maximal 30 000 Euro.

Energie sparen zeichnet sich aus

Die guten Werte dokumentieren Sie im Energieausweis für das Gebäude. Die beste Klasse ist A+, die schlechteste H. Der Energieausweis ist beim Verkauf oder bei einer neuen Vermietung Pflicht, damit Interessenten wissen, worauf sie sich einlassen. Doch zunächst einmal wollen Sie ja selbst etwas von Ihrem neuen Haus haben. Für die Investition werden Sie monatlich mit geringen Energiekosten belohnt.

Für ein Haus der Energieeffizienzklasse A+ brauchen Sie weniger als zwei Euro pro Quadratmeter im Jahr – für einen unsanierten Altbau kann das mehr als 13 Euro sein. Erinnern Sie sich an die Beispielrechnung oben. Der Unterschied in diesem Beispiel liegt bei 11 Euro pro Quadratmeter, bei einer Fläche von 100qm und einer Laufzeit von 20 Jahren ergibt sich hier eine Einsparung von 264.000 Euro!

Fazit aus Sicht der Küchenspezialisten: Abschließend lässt sich sagen, von der dämmenden Gebäudehülle bis zu energiesparenden Elektrogeräten: Beim Hausbau sind viele gute technische Lösungen möglich. Wenn Sie als Bauherrin und Bauherr auf Nachhaltigkeit setzen, sparen Sie auf Dauer Energiekosten und tragen zum Klimaschutz aktiv bei. Bei der Planung der Küche stehen wir, die Küchenspezialisten gerne mit unserer Erfahrung aus tausenden Planungen individueller Wunschküchen zur Verfügung.


Alle wichtigen Begriffe rund um Küche, Kochen und Backen finden Sie im "ABC des Kochens"

Hier finden Sie den schnellsten Weg zu Ihrer Küche!