Die ergonomische Küche.

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Wenn Design und Funktion sich verbinden.

Die Küche ist heutzutage in den meisten Haushalten der wichtigste Treffpunkt und Austauschort. Die Küche ist Statement und Statussymbol. In den unterschiedlichen Küchenstilen zeigt sich der individuelle Geschmack, in neuen innovativen Küchengeräten die Leidenschaft fürs Kochen und Backen. Wo man früher genau an diesem Punkt zwischen Design und Komfort wählen musste, verbinden Küchen mittlerweile beides. Ergonomie wird bei allen Küchenherstellern großgeschrieben und ist bei den Küchenspezialisten ein wichtiger Planungsbestandteil.

Küchengestaltung nach Geschmack und Wohlbefinden

„Ich habe Rücken“, das hören Küchenspezialisten mittlerweile in fast jedem Beratungsgespräch. Umso wichtiger ist es, die Körperhaltung in der Küche von Anfang an zu beachten. Die optimale Haltung hat dann natürlich großen Einfluss auf die Küchengestaltung. So tragen schon die Höhe der Arbeitsflächen, die Anordnung der Geräte, die Organisation der Schränke zu effizienten und ergonomischen Arbeitsabläufen bei. Die Küchenspezialisten empfehlen ihren Kunden daher, schon vor der Planung der neuen Küche die eigenen Wege und Abläufe zu analysieren. Wer nutzt die Küche und wie? Wird es eine Singleküche oder eine Familienküche? Wird gerne und viel gekocht? Wer hier schon mit konkreten Vorstellungen zum Beratungsgespräch kommt, tut sich in der weiteren Planung und bei der Auswahl der passenden Küche deutlich leichter.

Das magische Küchendreieck Vorrat – Spülen – Kochen.

Es gibt Wege und Abläufe in der Küche, die sind eigentlich immer gleich: man holt die Zutaten, bereitet diese vor und beginnt zu kochen. Wichtig ist es also das magische Dreieck aus Vorrat – Spülen – Kochen taktisch klug zu positionieren. So werden beispielsweise Vorrats- und Aufbewahrungsschränke, Spüle und Spülmaschine sowie der Vorbereitungs- und Kochbereich für Rechtshänder idealerweise im Uhrzeigersinn angeordnet. Zusätzlich sollten bei Küchen in L-Form, zweizeiligen Küchen und Inselküchen auch die Bewegungsfreiheit und die Wege zwischen den einzelnen Positionen beachtet werden: Möglichst kurz, aber mit genügend Spielraum. Dass sich die optimale Positionierung der Arbeitsbereiche lohnt, zeigen auch folgende Zahlen: In ergonomisch geplanten Küchen werden im Jahr 75 km zurückgelegt, in willkürlich geplanten bis zu 189 km.

Gesunde Körperhaltung durch individuelle Arbeitshöhe.

Die richtige Positionierung der wichtigsten Arbeitsbereiche ist das Eine. Das Andere die optimale Arbeitshöhe. Für einen gesunden Rücken gilt die einfache Faustregel, dass die Arbeitshöhe circa 15 cm unter dem Ellenbogen liegen sollte. Im Durchschnitt befände sich die ideale Arbeitshöhe dann bei 72 cm. Aber mit Durchschnitt muss sich in einer Küche niemand mehr zufriedengeben. Die Arbeitshöhe kann ganz einfach über die Sockelhöhe individuell gewählt werden. Je höher der Sockel, desto höher die Arbeitsplatte. Eine ganz andere Höhe wird wiederum beim Kochen benötigt. Hier empfiehlt sich als Richtwert ein mittelgroßer Topf, dessen Oberkante als Arbeitshöhe gilt. Also sollte in einer ergonomischen Küche darauf geachtet werden, dass das Kochfeld tiefer als die übrige Arbeitsfläche liegt.

Mehrere Nutzer, eine Arbeitshöhe.

Natürlich muss bei mehreren Nutzern ein guter Kompromiss für die ideale Arbeitshöhe gefunden werden. Auch hier haben die Küchenspezialisten ausreichend Erfahrung und können diese gemeinsam mit den Küchennutzern definieren. Es gibt die Möglichkeit, durch kleine Tritthocker die Arbeitshöhe für kleinere Menschen anzupassen. Hilfreich ist ebenfalls eine Sitzgelegenheit in der Küche, um die Arbeitsposition regelmäßig verändern zu können.

Schränke ergonomisch organisieren.

Schon ein einfaches Mittel wie der Vollauszug, macht aus Unterschränken ergonomischeren Stauraum. Damit sind alle Schrankinhalte sichtbar und voll zugänglich. Zusätzliche Schubladeneinteilungen machen diese übersichtlicher und schaffen noch mehr Ordnung.

Bei Oberschränken muss die optimale Höhe bedacht werden. Zusätzlich sollte immer eine Trittleiter bereitstehen, für Dinge die seltener gebraucht und daher ganz oben verstaut werden. Für mehr Komfort empfehlen Küchenspezialisten bei den Oberschränken zudem Klappen statt Türen. Denn diese öffnen sich nach oben und sind somit außerhalb des Arbeitsbereiches. Hochschränke können ebenfalls mit Vollauszügen ausgestattet werden, praktische Inneneinteilungen helfen, die ideale Ordnung zu finden. Sie können zusätzlich in sogenannte Ergonomie-Ebenen eingeteilt werden, um so häufig gebrauchte Gegenstände sowie selten genutzte Dinge optimal einzuräumen. Auch die alten Apothekerschränke sind wieder da. Zugänglich von beiden Seiten, tragen sie in der Küche zu mehr Komfort und Ergonomie bei.

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Einbaugeräte ergonomisch platzieren.

Früher war der Backofen immer unter dem Kochfeld platziert. Zum Entnehmen und Bestücken nicht gerade ideal. Mittlerweile werden Backöfen, Dampfgarer und andere Geräte hoch eingebaut. Für den besseren Blick auf das Essen und die komfortablere Bedienung.

Küche planen, Ergonomie-Ebenen beachten

Eine Küche lässt sich ganz einfach in Ergonomie-Ebenen einteilen. Leicht zugängliche Bereiche sind für den täglichen Gebrauch reserviert. Gegenstände, die selten genutzt werden, können in den oberen und unteren Bereichen verstaut werden. Schwere Gegenstände sollten immer unterhalb der Schulterhöhe, also am besten in Unterschränken aufbewahrt werden. Alles rund um Spülen und Putzen gehört in die Nähe der Spüle und des Geschirrspülers, Kochgeschirr und Gewürze in die Nähe des Kochfeldes. Die Küchenspezialisten empfehlen deshalb, vor der Planung die eigenen Arbeitsabläufe und -wege zu analysieren und diese während der Planung zu berücksichtigen.

Ergonomie Checkliste für Ihre neue Küche

  • Planen Sie Ihre Einbaugeräte in bequemer Sicht- und Greifhöhe
  • Positionieren Sie das magische Dreieck Vorrat – Spülen – Kochen für Ihre Arbeitsabläufe
  • Achten Sie auf die ideale Arbeitshöhe, circa 15 cm unterhalb des Ellenbogens
  • Nutzen Sie Vollauszüge für Ihre Schubladen und Klappen für Ihre Oberschränke
  • Wechseln Sie regelmäßig Ihre Arbeitshaltung
  • Planen Sie, wenn möglich, eine Sitzgelegenheit in der Küche, an der Sie auch arbeiten können
  • Verstauen Sie schwere Gegenstände unterhalb der Schulterhöhe
  • Bewahren Sie Dinge dort auf, wo sie auch zum Einsatz kommen, beispielsweise Gewürze in der Nähe des Kochfeldes oder Putzutensilien in der Nähe der Spüle
  • Achten Sie beim Einräumen Ihrer Küche auf die Ergonomie-Ebenen, damit häufig genutzte Gegenstände in Griffhöhe und Reichweite sind